Wo bleibt das E-Rezept?

Ein Drittel der 36 europäischen Länder versendet Rezepte bereits elektronisch. Dies hat die Patientenfreundlichkeits-Analyse von Health Consumer Powerhouse ergeben. So muss der Patient kein ausgedrucktes Rezept mehr mitnehmen, sondern es wird direkt über das Internet an die ausgewählte Apotheke des Patienten übertragen. Da dies auf den ersten Blick ja nur Vorteile zu bergen scheint stellt sich die Frage warum Deutschland es noch nicht eingeführt hat? 

Deutschland auf Platz 7 

Nach der Gründung von Health Consumer Powerhouse 2004 erschien ein Jahr später erstmals der Euro Health Care Index (EHCI). In den ersten beiden Jahren landete Deutschland immer noch auf dem Spitzenplatz Nummer 3. Ab 2009 rutschte man aber immer weiter ab. Erst auf Platz neun und 2012 anschließend auf den zwölften Platz. Dies hing wahrscheinlich mit den vielen Beschwerden von Patientenorganisationen über das deutsche Gesundheitssystem zusammen. Patientenorganisationen sind die erste Anlaufstelle für die Befragung durch die schwedische Organisation. Außerdem werden die Fragenkataloge auch an die jeweiligen Gesundheitsministerien gesendet. Im letzten EHCI von Health Consumer Powerhouse landete Deutschland nun auf dem siebten Platz. 

Eine der vielen Fragen des Kataloges bezog sich auf die elektronische Versendung des Rezeptes an den Apotheker. Hierbei wurde gefragt ob die elektronische Übertragung bereits praktiziert wird. Als Antwortmöglichkeiten gab es „Ja, diese Möglichkeit gibt es flächendeckend“, „Diese Möglichkeit gibt es in einem beschränkten Rahmen, beispielsweise in Modellversuchen“ und „Nein. Zumindest ist es extrem selten“. Zwölf Länder gaben an, dass das E-Rezept bereits Standard im Alltag des Gesundheitswesens ist. Kroatien, Dänemark, Estland, Island, Schweden, Finnland, Norwegen, Schweiz, Niederlande, das Vereinigte Königreich, Spanien und Mazedonien sind hier schon fortschrittlicher als Deutschland. Weitere vier gaben an, dass es zumindest schon in Teilen praktiziert wird, darunter auch Deutschland. Möglich ist, dass die Angabe sich auf die elektronische Verarbeitung von ärztlichen Verordnungen innerhalb von Krankenhäusern bezieht, denn an die Apotheken werden bisher keine Daten übermittelt. Auch kreuzte Italien sich nicht bei Ja an, obwohl bereits über 90% der Verordnungen mittels elektronischer Wege übermittelt werden. 

Geringste Wartezeiten in Deutschland

Besonders stolz ist das deutsche Gesundheitsministerium auf die weltweite Studie zu Wartezeiten in der ambulanten Versorgung durchgeführt von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Sie zeigt wie gut die deutsche Patientenversorgung funktioniert. Sie ergab, dass keine Patienten länger als vier Monate auf einen geplanten Eingriff warten mussten und 78% der Befragten weniger als einen Monat gewartet haben. Im Kontrast dazu stehen Kanada, Schweden und Norwegen. In Kanada warten 25% länger als vier Monate, nur 35% bekommen einen Termin innerhalb eines Monats und 41% warten zwei Monate oder länger. In Schweden und Norwegen bewegen sich die Zahlen im gleichen Bereich. 


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